Viele Importprodukte nicht REACH- und CLP-konform

Jedes vierte importierte Produkt enthält laut ECHA verbotene Mengen an gefährlichen Substanzen oder ist falsch gekennzeichnet.

(kh) In einem Pilotprojekt der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) kontrollierten nationale Vollzugs- und Zollbehörden in 16 Mitgliedstaaten bis zu 1.400 importierte Produkte an internationalen Flughäfen und Häfen sowie in Binnenzollämtern. 23 % der untersuchten Produkte erfüllten dabei nicht die gesetzlichen Vorgaben gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) und die Vorschriften über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP, Verordnung (EG) Nr. 1272/2008).

Beim Großteil der Kontrollen wurde geprüft, ob die REACH-Beschränkungsverpflichtungen eingehalten wurden. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Vorhandensein der beschränkten Substanzen Cadmium, Blei und Nickel in den eingeführten Artikeln. Hier waren 17 % der 1.225 vorgenommenen Kontrollen auffällig, die meisten davon betrafen erhöhte Cadmium-Werte in Schmuck. 79 % der beanstandeten Importprodukte stammten aus China sowie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien, Thailand, Nordmazedonien und Madagaskar.

Importeure von Gegenständen, die chemische Substanzen enthalten, müssen grundsätzlich sicherstellen, dass auf den EU-Markt gebrachte Produkte den REACH-Verpflichtungen entsprechen. Die Ergebnisse der Untersuchung deuten jedoch darauf hin, dass eine erhebliche Anzahl importierter Produkte gegen die REACH-Beschränkungen verstößt und die Gesundheit potenzieller Konsumenten gefährden könnte, wenn diese in Verkehr gebracht werden.

Auch bei der Überprüfung der Produkte auf ihre CLP-Konformität entsprachen 64 % von 167 Produkten nicht den Anforderungen. Auffällig war hier vor allem die falsche Kennzeichnung, wie etwa das Fehlen der Landessprache sowie fehlende oder falsche Piktogramme und Signalwörter auf dem Gefahrenetikett.

Die Resultate des Projektes zeigten, dass die Importeure ihre Anstrengungen zur Lieferung sicherer Produkte, die REACH und CLP entsprechen, intensivieren müssen. Als positiv erwies sich jedenfalls die gelungene Zusammenarbeit zwischen Zollbehörden sowie REACH-/CLP-Inspektoren.

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